Gartentipps für den Monat Juli

       

               Bauernregel: Im Juli warmer Sonnenschein, macht     alle Früchte reif und fein.

   Ziergarten:

  • Im Juli kommt es oft zu längeren Trockenperoiden. Wenn man den Garten unbedingt wässern will, dann sollte man bei Trockenheit die richtige Strategie wählen. Einmal richtig wässern- und dann, einige Tage nicht mehr. Es gilt die Faustregel:20 Liter Wasser(20mm) pro Quadratmeter ein- bis zweimal wöchentlich.
  • Nie den Garten unter direkter Sonneneinstrahlung bewässern – es besteht die Gefahr der Verbrennung. Am besten morgens gießen, wenn es noch etwas kühler ist, dann verdunstet weniger Gießwasser und die Pflanzen sind tagsüber gut mit Wasser versorgt.
  • Jetzt ist noch der richtige Zeitpunkt um bei bestimmten Stauden wie Frauenmantel, Katzenminze, Salbei, Rittersporn und Storchschnabel durch einen bodennahen Rückschnitt eine zweite – wenn auch meistens schwächere Blüte zu fördern.
  • Durch das Ausschneiden verblühter Rispen bzw. Blüten kann man die Blütezeit anderer Stauden (z.B. bei Sonnenauge und Phlox) verlängern.
  • Dies gilt aber auch für viele Balkonblumen und Kübelpflanzen.
  • Auch wenn man beim Sommerflieder immer wieder Verblühtes abschneidet, kann er bis zum Herbst blühen.
  • Durch Auslichtung können Ziersträucher jetzt wieder kräftig und gleichmäßig durchwachsen.
  • Im Juni/Juli ist auch ein guter Zeitpunkt die Hecke zu schneiden.
  • Rosen kann man jetzt zum letzten Mal düngen, danach gut wässern.
  • Bis Anfang Juli kann man auch noch den Buchsbaum beschneiden, grundsätzlich bei bedecktem Himmel, da sonst die jungen Blätter verbrennen.
  • Wer im nächsten Jahr selbst gezogene zweijährige Zierpflanzen von Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht, Goldlack, Fingerhut, Stockrosen und Islandmohn anbauen möchte, der sollte diese im Juni ausgesät haben und jetzt vereinzeln.
  • Balkonpflanzen wie Pelargonien, Kleingehölze wie Buchsbaum, sowie einige Stauden wie Ziersalbei, Katzenminze, Schleierkraut und Herbstastern kann man jetzt durch halbreife Stecklinge vermehren.
  • Balkon- und Kübelpflanzen brauchen noch regelmäßige Düngergaben.
  • Großblütige Zierpflanzen wie z.B. Dahlien und Pfingstrosen sollten mit Pflanzenstützen stabilisiert werden, da sie unter dem Gewicht der Blüten leicht abknicken. 

        Rasen:

  • Auch hier gilt, wie oben angegeben, die Faustegel: lieber selten und dann viel wässern, als oft und wenig.
  • Wenn grundsätzlich keine Wasserknappheit besteht kann man alle fünf Tage für eine Stunde wässern. 
  • Bestehende Flächen sollte man jetzt nicht zu oft und zu kurz mähen, es macht den Rasen empfindlicher gegenüber Trockenheit und Hitze.                        

Gemüse- Kräutergarten:

  • Die letzten Bohnen-  und Möhren-Sorten mit kurzer Kulturzeit – kann man jetzt noch aussäen.
  • Herbst- und Wintersorten von Kohlrabi säen.
  • Am Monatsende Brokkoli, Porree, Kohlrabi und Knollenfenchel pflanzen.
  • Bei Feldsalat sollte man bei der Aussaat auf die Wahl der richtigen Sorten achten, je nachdem ob man im Herbst oder im Winter ernten möchte.
  • Petersilie mag einen halbschattigen Standort, bei nicht zu kühlen Temperaturen.
  • Der Juli ist auch Erntezeit: Gemüse (z. B. Salat) sollte man vorzugsweise am frühen Morgen ernten.
  • Tomaten, Gurken und Zucchini sollten nun regelmäßig geerntet werden.
  • Tomaten bilden in den Blattachseln sogenannte Geiztriebe, die regelmäßig ausgebrochen werden sollten. Um Schimmel und Kraut- und Braunfäule vorzubeugen, sollte man welke Blätter entfernen bzw. die unteren Blätter an den Tomatenpflanzen abschneiden.
  • Eine gleichmäßige Wasserversorgung ist Pflicht für die Fruchtbildung. Gießstress, Nahrungsmangel und ständig feuchte Blätter erhöhen das Krankheitsrisiko. Ein Tomatenhaus oder eine Plane verhindert, dass die Pflanzen bei Regen nass werden und  mit Kraut-und Braunfäule befallen werden.
  • Erste Frühkartoffeln können jetzt geerntet werden. 
  • Kräuter kann man jetzt kurz vor der Blüte ernten und zum Trocknen aufhängen.
  • Eine Ausnahme bilden Thymian und Oregano, diese entfalten ihr volles Aroma wenn die Dolden bereits aufgeblüht sind. Da die Blüten vieler Kräuter bei Bienen äußerst beliebt sind, sollte man keinen Radikalschnitt vornehmen.  

Obstgarten:

  • Jetzt reifen Beerensträucher wie Himbeeren und Johannisbeeren. Auch zu diesem Zeitpunkt sollte man den Bereich um diese, ebenso wie den der Obstbäume, weiterhin freihalten und durch das Auftragen von organischem Material (z.B. frischen Rasen-Schnitt) Unkrautwuchs verhindern und Bodenfeuchte fördern.
  • Johannisbeeren und Stachelbeeren sollten jetzt nach der Ernte zurückgeschnitten werden, das sichert den Ertrag für das nächste Jahr.              

     Sonstiges:

  • Unkraut jäten, hacken, offene Beetflächen mulchen und zurückschneiden – das sind, neben dem unbedingt notwendigem wässern, die Hauptarbeiten im Monat Juli.
  • Schädlinge wie Blattläuse und Co. sollte man im Auge behalten.
  • Falls Sie ein Gewächshaus besitzen, sollte es an heißen Tagen durch ausreichendes Lüften und – bei Bedarf – durch das Anbringen eines Schattier-Netzes vor Überhitzung geschützt werden.
  • Eine Wasserstelle hilft Vögeln und Insekten im Sommer.
  • Mindestens eine Ecke „Wildnis“ im Garten für den Unterschlupf von Insekten, Käfern, Wildbienen, Schmetterlingen etc. zulassen.
  • Natürliche Schädlingsbekämpfer können u.a. durch das Aufhängen von Insektenhotels, Meisen-Kästen oder durch entsprechende Pflanzen angelockt werden.
  • Wer einen Komposthaufen besitzt sollte ihn jetzt umsetzen, damit die Erde im nächsten Frühjahr reif ist.
  • Wer einen Teich im Garten hat, sollte regelmäßig den Wasserstand und die Sauberkeit des Wassers kontrollieren.
  • Bei starker Sonneneinstrahlung und hohen Temperaturen können sich Algen im Gartenteich explosionsartig vermehren.
  • Der Grund ist meistens ein Überangebot an Nährstoffen. Wasserspiele und Bachläufe sorgen für eine zusätzliche Belüftung und wirken so der Algenbildung entgegen. Wenn die grüne Plage bereits Überhandgenommen hat, hilft meist nur noch das regelmäßige Abfischen mit einem Kescher.

            I.W.