Gartentipps für den Monat August

Bauernregel: Hundstage (23. Juli bis 23. August) hell und klar    deuten auf ein gutes Jahr, werden Regen sie bereiten kommen nicht die besten Zeiten.

Ziergarten:

  • Anfallende Gartenarbeiten im Ziergarten beschränken sich meistens auf das Gießen, Düngen, Pflege der Pflanzen bzw. Schnittmaßnahmen und auf die Bodenpflege allgemein.
  • In der ersten Augusthälfte werden Stauden und Rosen ein letztes Mal vor der Ruhezeit gedüngt.
  • Verblühter Lavendel bleibt mit einem Rückschnitt bis Mitte August blühfreudig und kompakt.
  • Durch das Ausschneiden verblühter Rispen bzw. Blüten kann man weiterhin die Blütezeit anderer Stauden (z.B. bei Sonnenauge und Phlox) verlängern.
  • Dies gilt aber auch für viele Balkonblumen und Kübelpflanzen.
  • Auch wenn man beim Sommerflieder immer wieder Verblühtes abschneidet, kann er bis zum Herbst blühen.
  • Großblütige Zierpflanzen wie z.B. Dahlien und Rittersporn sollten mit Pflanzenstützen stabilisiert werden, da sie unter dem Gewicht der Blüten leicht abknicken.
  • Hecken aus Nadelgehölzen wie Thuja, Scheinzypresse und Eibe können im August noch geschnitten werden. Auch Laubgehölz-Hecken können noch nachgeschnitten werden.             

Rasen:

  • Auch hier gilt, die Faustegel: lieber selten und dann viel wässern, als oft und wenig.
  • Wenn grundsätzlich keine Wasserknappheit besteht kann man alle fünf Tage für eine Stunde wässern. 
  • Bestehende Flächen sollte man jetzt nicht zu oft und zu kurz mähen, es macht den Rasen empfindlicher gegenüber Trockenheit und Hitze.                        

Gemüse- Kräutergarten:

  • Im August kann man noch einige Gemüsearten mit kurzer Kulturzeit säen und pflanzen.
  • Z.B. die letzten Folgeaussaaten von Kopfsalat, Radieschen, Rettich, Spinat, Mangold und Speiserüben, sowie ab Mitte des Monats Feldsalat.
  • Auch Kräuter wie Kerbel, Petersilie und Liebstöckel lassen sich noch aussäen.  
  • Gleichzeitig kann man jetzt noch bestimmte Kräuter – wie Staudenbohnenkraut, Thymian, Minze und Salbei ernten und anschließend trocknen. Sie haben das beste Aroma kurz vor oder während der Blüte.
  • Andere Kräuter wie Dill, Einjähriges Bohnenkraut, Basilikum und Sauerampfer schmecken am besten frisch.
  • Ende des Monats können auch Wintersteckzwiebeln gesetzt werden, die dann im nächsten Frühjahr geerntet werden können.
  • Für Nachkulturen wie Kopf- und Schnittsalate ist der letzte Pflanztermin gekommen.
  • Im Tomatengarten ist jetzt Halbzeit, Mitte August sollten sie das letzte Mal gedüngt werden, ebenso bei Paprika und Chili.
  • Stabtomaten werden ausgegeizt und den Haupttrieb kann man bald kappen damit die restlichen Früchte gut ausreifen.
  • Jetzt ist es besonders wichtig, die Kraut- und Braunfäule im Auge zu behalten. Bei ersten Symptomen kann man die betroffenen Blätter entfernen. Die unteren Blätter der Pflanze sollten ebenfalls stets entfernt werden, damit der Pilz nicht von unten angreifen kann.
  • Auf unbenutzten Flächen kann jetzt Gründüngung ausgebracht werden um den Boden zu verbessern und zu schützen.

 Obstgarten:

  • Erdbeeren tragen zwei Jahre lang, dann sollten sie durch neue Pflanzen ersetzt werden – jetzt ist Pflanzzeit. Hierfür kann man Ableger wählen, die sich während der Saison gebildet haben.
  • Geerntet werden jetzt Pflaumen, Pfirsiche und Mirabellen, sowie die ersten früh reifenden Sorten von Äpfeln und Birnen.
  • Bei allen Obstgehölzen, deren Ernte abgeschlossen ist (wie z. B. Süß- und Sauerkirschen) ist jetzt der Sommerschnitt sinnvoll.
  • Auch abgeerntete Sträucher, wie Johannisbeeren und Stachelbeeren, können jetzt ausgelicht werden. Sommerhimbeeren schneidet man knapp über dem Boden zurück.
  • Bei Trockenheit ist es besonders wichtig zu gießen, da jetzt die Blütenknospen für die nächstjährige Ernte ausgebildet werden.

Sonstiges:                           

  • Schädlinge wie Blattläuse und Co. sollte man weiterhin im Auge behalten.
  • Unkraut jäten, hacken, offene Beet-Flächen mulchen und zurückschneiden. Diese Arbeiten stehen auch im August noch auf dem Programm.   
  • Eine Wasserstelle hilft Vögeln und Insekten weiterhin durch den Sommer.
  • Mindestens eine Ecke „Wildnis“ im Garten für den Unterschlupf von Insekten, Käfern, Wildbienen, Schmetterlingen etc. zulassen.
  • Natürliche Schädlingsbekämpfer können u.a. durch das Aufhängen von Insektenhotels, Meisen-Kästen oder durch entsprechende Pflanzen angelockt werden.
  • Wer einen Teich im Garten hat, sollte regelmäßig den Wasserstand und die Sauberkeit des Wassers kontrollieren. Verdunstetes Teichwasser füllt man nach.
  • Bei starker Sonneneinstrahlung und hohen Temperaturen können sich Algen im Gartenteich explosonsartig vermehren

  • Der Grund ist meistens ein Überangebot an Nährstoffen. Wasserspiele und Bachläufe sorgen für eine zusätzliche Belüftung und wirken so der Algenbildung entgegen. Wenn die grüne Plage bereits Überhandgenommen hat, hilft meist nur noch das regelmäßige Abfischen mit einem Kescher oder einem Rechen.

             I.W.