Gartentipps für den Monat Oktober

   

Bauernregel: Fällt im Oktober das Laub sehr schnell, ist der Winter bald zur Stell`.

Hält der Baum die Blätter lang, macht ein später Winter bang.

   Ziergarten:

  • Die meisten einjährigen Sommerblumen sind nun verblüht und können entfernt werden. Nur wenige, wie z.B. die Kapuzinerkresse blühen unermüdlich, bei milder Witterung sogar bis Anfang November. Sie ist gesundheitlich wertvoll und liefert zudem Bienen und anderen Insekten Pollen und Nektar.
  • Späte Stauden wie Staudensonnenblume, Fette Henne, Staudenastern Chrysanthemen und Herbstanemonen bringen noch Farbe in die Beete.
  • Jetzt können im Frühjahr blühende Stauden geteilt werden.
  • Sommer- und herbstblühende Stauden teilt man am besten im zeitigen Frühjahr.
  • Ein Rückschnitt attraktiver, später Stauden ist nicht nötig, da Blütenstände auch im Winter ansprechend sind. Sie sollten lediglich ausgeputzt werden. Die Samen alter Blütenstände bieten zudem heimischen Vögeln eine Nahrungsquelle.
  • Auch Ziergräser werden erst im Frühjahr zurückgeschnitten.
  • Bäume und Sträucher sollten bis Ende Februar zurückgeschnitten werden.
  • Die Zwiebeln doppelt so tief gesetzt wie die Knollen hoch sind, Hohe Gräser wie z.B. das Pampasgras kann man zu einem Schopf zusammen binden, es schützt so das Innere vor zu viel Feuchtigkeit und Fäulnis.
  • Für die Neuanlage oder Umgestaltung eines Staudenbeetes ist jetzt der richtige Zeitpunkt, auch Rosen und andere Laubgehölze können ab Mitte/Ende Oktober gepflanzt werden.
  • Viele mediterrane Kübelpflanzen vertragen leichte Fröste. Sie sollten so lange wie möglich draußen bleiben. Bei Bedarf kann man sie mit Vlies oder Schilfmatten schützen
  • Vor den ersten Frösten sollten nur besonders empfindliche Pflanzen ins Winterquartier gebracht werden.
  • Dahlienknollen müssen rechtzeitig ausgegraben und frostfrei gelagert werden, ebenso Gladiolen und Begonien. Welkes Laub vorher entfernen.
  • Um Frostschäden an Rosen zu verhindern, sollten sie angehäufelt werden. kranke Blätter an den Pflanzen entfernen und in der Biotonne entsorgen.
  • Frühblühende Blumenzwiebeln wie Krokusse, Narzissen, Tulpen und Hyazinthen u.a. können von September  bis in den November hinein gepflanzt werden. Hierbei sollte man beachten, dass der Boden durchlässig ist.

Rasen:     

  • Bis Mitte Oktober sind die klimatischen Voraussetzungen noch gegeben, um mit einer speziellen Nachsaatmischung evtl. vorhandene Lücken zu füllen.
  • An der entsprechenden Stelle sollte der Boden leicht aufgelockert werden, je nach Gebrauchsanweisung die empfohlene Menge an Saatgut verteilen, andrücken und feucht halten.
  • Bis Mitte Oktober besteht auch noch die Möglichkeit zu vertikutieren, um den Rasenfilz zu entfernen.
  • Damit der Rasen besser über den Winter kommt, düngt man ihn im Oktober mit einem speziellen, kaliumhaltigen Herbst-Rasendünger. Aber erst nach dem Vertikutieren geht es ans Düngen.
  • Heruntergefallenes Laub sollte entfernt werden und kann zusammen mit kleinen Ästchen in einer stillen Ecke als Winterschutz für Igel dienen und/oder zwischen den Beeten verteilt als Kälteschutz dienen.
  • Beim letzten Schnitt den Rasen nicht zu kurz schneiden, nicht kürzer als 5 cm. Je nach Witterung kann der letzte Schnitt aber erst Mitte November nötig sein.

Gemüse- Kräutergarten:

                            Die Erntezeit neigt sich dem Ende zu.

  • Kürbisse, Möhren, Rote Rüben, Zwiebeln, Porree, Wirsing, Weißkohl, Kohlrabi und Grünkohl werden je nach Pflanzzeitpunkt reif.
  • Bei Aussaat – vorzugsweise unter Glas – kann Spinat, Rucola und Radieschen noch bis Anfang Oktober ausgesät werden.
  • Jungpflanzen von Kopfsalaten, Feldsalat, Endivien und Friseesalaten können noch bis September/ Anfang Oktober laufend nachgesetzt werden.
  • Draußen kann man auf leere Flächen noch verschiedene Gründünger säen, z.B. Winterroggen, Steinklee und Gelbsenf. Sie lockern mit ihren Wurzeln den Boden auf, reichern ihn mit Stickstoff an und unterdrücken das Unkraut. Nährstoffe im Boden werden gespeichert und nicht über den Winter ausgewaschen. Im Kräutergarten kann man jetzt Kaltkeimer wie Bärlauch aussäen.
  • Mediterrane Kräuter wie Zitronenverbene, Rosmarin, Strauchbasilikum und Lorbeer in Töpfen und Kübeln sollten frostfrei, kühl und hell überwintert werden. 

Obstgarten:

  • Die Erntesaison wird fortgesetzt und von u.a. Äpfel, Birnen, Pfirsichen, Zwetschgen, Quitten und Preiselbeeren lassen sich leckere Kuchen, Marmeladen und Säfte herstellen. Größere Mengen an Äpfeln können auch an stationäre oder mobile Mostereien abgegeben werden.
  • Nicht gepflücktes Obst – oft von Schädlingen und Krankheiten befallene Früchte – landen in der Regel als Fallobst auf dem Boden und sollten weiterhin regelmäßig aufgesammelt und entsorgt werden. Kranke Früchte sollten nicht auf dem Kompost landen. Kleinere Mengen können in der Biotonne oder in Bio Abfallsäcken entsorgt werden.
  • Von Fruchtfäule befallene Früchte, welche noch am Baum hängen geblieben sind, sollte man keinesfalls dort hängen lassen, um die Ausbreitung des Pilzes durch Sporen zu verhindern.
  • Pflanz- bzw. Umpflanzarbeiten beginnen Ende September, beziehungsweise im Oktober, wenn die Pflanzen bereits in der Ruhephase sind.
  • Neben der Auswahl des richtigen Standortes sollte man unbedingt darauf achten, dass später genügend Platz vorhanden ist.

      Sonstiges:

  • Wer einen Teich im Garten hat, sollte ihn jetzt auf den Winter vorbereiten. Blätter auf der Oberfläche sollten abgefischt werden bevor sie auf den Grund sinken und faulen. Einfacher ist es, ein Laubschutznetz über den Teich zu spannen.
  • Die Zersetzung von organischem Material ist während der kalten Jahreszeit ein Hauptproblem und verbraucht viel Sauerstoff.
  • Ab einer Wassertemperatur von 10° C kann man beginnen Teichpumpen, Filter und Wasserspiele abzubauen. Frostsichere Teichpumpen sollten gereinigt werden.
  • Die Fütterung von Fischen kann jetzt langsam eingestellt werden.
  • Vor dem ersten Frost müssen Wasserleitungen und Gartenschläuche entleert werden.
  • Wer einen Komposthaufen besitzt, kann ihn jetzt im Herbst noch einmal umschichten.

I.W.