Gartentipps

Kaltkeimer:

Kaltkeimer sind Pflanzen, deren Samen eine Kälte- oder Frostperiode durchlebt haben. Erst dann wird der Keimungsprozeß ausgelöst. Die zumeist dickeren und härteren Samen lässt man durch Feuchtigkeit aufquellen bzw. ankeimen. Wenn sie dann Temperaturen von -5 bis +5 Grad für 4bis 8 Wochen ausgesetzt werden, wird der Keimprozess angeregt. Kaltkeimer werden im September bis November ausgesät, manche auch durchaus später. Ist der Kälte Reitz zu kurz oder nicht ausreichend, dann beginnt die Keimung erst im nächsten Winter. Kaltkeimer können auch künstlicher Kälte ausgesetzt werden (z.B. im Kühlschrank), dann nennt man diesen Prozess Stratifikation. Spezielle Kaltkeimer brauchen verschiedene Temperaturen in verschiedenen Entwicklungsphasen.

Typische Kaltkeimer:
Winterweizen, Christrose, Hanf, Gewöhnliche Kuhschelle, Echte Schlüsselblume
Bärlauch, Mohn, Spinat…   

Warmkeimer auch Normalkeimer:

Warmkeimer können frostresistent sein, aber auch keinen Frost vertragen. Die Keimung wird bei Temperaturen über +5 Grad aktiviert. Diesen Temperaturen müssen sie für ein bis mehrere Wochen ausgesetzt werden. Daher säht man erst ab Mai ins Freiland oder zieht auf der Fensterbank oder im Gewächshaus vor.

Typische Warmkeimer:
Basilikum, Melone, Gurke, Kürbis, Tomate, Mais, Bohne….

Lichtkeimer:

Die Lichtkeimer benötigen Helligkeit, um keimen zu können. Das Saatmaterial wird nicht mit Erde bedeckt, sondern nur leicht angedrückt.

Typische Lichtkeimer:
Thymian, Basilikum, Mohn, Lavendel, Akelei, Vergissmeinnicht…

 Dunkelkeimer: 

Unter Ausschluss von Licht beginnt der Samen zu keimen. Der Samen wird in Rillen oder breitwürfig ausgebracht und, abhängig von der Dicke des Saatmaterials, mit Erde abgedeckt. Danach wird leicht angedrückt um den Kontakt zur Erde zu verbessern.  

Typische Dunkelkeimer:
Christrosen, Eisenhut, Mais, Rittersporn, Storchenschnabel, Persisches Ehrenpreis…