Gartentipps für den Monat November

Gartentipps für den Monat November

Bauernregel: Ist der November kalt und klar, wird trüb und mild der Januar.

Ziergarten:

  • So langsam neigt sich das Gartenjahr dem Ende zu, doch auch im November gibt es im Garten noch Einiges zu tun und zu Sehen.
  • Nachdem im September/Oktober viele Zierkürbisse zur Dekoration geerntet wurden -und nicht sofort zum Einsatz kamen – schmücken sie nun in der dunklen Jahreszeit mit ihren leuchtenden Farben und besonderen Formen bis zu Beginn der weihnachtlichen Dekoration Haus und Garten.
  • Aber auch in den Beeten gibt es noch so manche Pflanzen, die mit ihren Blüten und Blättern Farbe in den Garten bringen. U. a. sieht man jetzt noch Astern
  • Herbst- Chrysanthemen, spätblühende Rosen und Herbstanemonen
  • sowie Besenheide in einer weitreichenden Farbpalette.
  • Besondere Sträucher mit intensiver Herbstfärbung sind neben dem Amberbaum u.a. die beliebte Felsenbirne und der japanische Ahorn
  • aber auch die Blätter von Sorten der Zaubernuss verfärben sich in leuchtendem Orange.
  • Zahlreiche Gräser wie das China Schilf, Lampenputzergras (Pennisetum Arten),
  • Sorten der Rutenhirse (Panicum Arten), das Ziergras Red Baron (Imperata cylindrica)
  • und die Neuseeland-Segge sorgen mit ihrer Farbpalette für zusätzliche Farbe in den Beeten.
  • Auch die Blätter der Staude des Jahres 2022, das Japan- Berggras, verfärben sich im Herbst dekorativ gelb- braun.
  • Andere immergrüne Pflanzen wie diese Feuerdorn Hecke begeistern mit leuchtenden Beeren ab Herbst und dienen während der Winterzeit als Nahrungsquelle und Schutz für Vögel.
  • Hohe Gräser wie z.B. das Pampasgras kann man zu einem Schopf zusammen binden, es schützt so das Innere vor zu viel Feuchtigkeit und Fäulnis.
  • Ziergräser werden erst im Frühjahr zurückgeschnitten.
  • Bäume und Sträucher sollten bis Ende Februar zurückgeschnitten werden.
  • Jetzt können im Frühjahr blühende Stauden geteilt werden, während man Sommer- und Herbstblühende Stauden am besten im zeitigen Frühjahr teilt.
  • Ein Rückschnitt attraktiver, später Stauden ist nicht nötig, da Blütenstände auch im Winter ansprechend sind. Sie sollten lediglich ausgeputzt werden. Die Samen alter Blütenstände bieten zudem heimischen Vögeln eine Nahrungsquelle.
  • Für die Neuanlage oder Umgestaltung eines Staudenbeetes ist jetzt der richtige Zeitpunkt, auch Rosen und andere Laubgehölze können ab Mitte/Ende Oktober gepflanzt werden.
  • Der späte Herbst und auch der Winter sind die ideale Pflanzzeit für die meisten Gehölze. So lange der Boden frostfrei ist, können sie problemlos in die Erde gesetzt werden.
  • Frühblühende Blumenzwiebeln wie Krokusse, Narzissen, Tulpen und Hyazinthen u.a. müssen jetzt von September bis in den November hinein gepflanzt werden. Hierbei sollte man beachten, dass der Boden durchlässig ist. Als Faustregel gilt, dass die Zwiebeln doppelt bis dreimal so tief gesetzt werden sollten, wie sie hoch sind.
  • Die meisten Blumenzwiebel freuen sich beim Einsetzen über eine Gabe organischen Düngers, zum Beispiel von Hornspänen. Schneeglöckchen kommen sehr gut ohne Dünger aus, während Allium als Starkzehrer für die optimale Entwicklung Dünger braucht.
  • Viele mediterrane Kübelpflanzen vertragen leichte Fröste. Sie sollten so lange wie möglich draußen bleiben. Bei Bedarf kann man sie mit Vlies oder Schilfmatten schützen
  • Vor den ersten Frösten sollten nur besonders empfindliche Pflanzen ins Winterquartier gebracht werden.
  • Auch Dahlienknollen, Begonien, Canna und Gladiolen sollten vor dem ersten Frost aus der Erde raus, abtrocknen und dunkel und kühl überwintert werden.
  • Um Frostschäden an Rosen zu verhindern, sollten sie angehäufelt werden. Kranke Blätter an den Pflanzen entfernen und in der Biotonne entsorgen.

Rasen:

  • Auf der Rasenfläche muss das Laub regelmäßig abgeharkt werden. Es kann die Entstehung von Pilzkrankheiten fördern und nimmt den Gräsern das – im Winter ohnehin spärliche – Licht.
  • Das heruntergefallene Laub kann zusammen mit kleinen Ästchen in einer stillen Ecke als Winterschutz für Igel dienen und/oder zwischen den Beeten verteilt als Kälteschutz dienen.
  • Die letzte Düngung des Rasens sollte bereits im Oktober abgeschlossen sein.
  • Je nach Witterung kann der letzte Schnitt erst Mitte November nötig sein.
  • Beim letzten Schnitt den Rasen nicht zu kurz schneiden, nicht kürzer als 5 cm. Der Rasenmäher kann nun nach gründlicher Reinigung ins Winterquartier.

Gemüse- Kräutergarten:

  • Auch zu dieser Jahreszeit haben noch einige klassische Saison Gemüse Erntezeit, wie zahlreiche Kohlarten, Porree, Pastinaken, Sellerie, Rote Beete, Spinat und Feldsalat, sowie Kürbis.
  • Besondere Arten wie z.B. der toskanische Palmkohl bieten auch in dieser Jahreszeit einen dekorativen Blickfang im Gemüsebeet.
  • Nur wenige Nutzpflanzen, wie z.B. Winterportulak , können noch im November ins Beet gesät werden.

Im Gewächshaus können Gartenkresse und Feldsalat ausgesät werden.

  • Draußen kann man auf leere Flächen noch verschiedene Gründünger säen, z.B. Winterroggen, Steinklee, gelbe Lupinen, Phacelia und Gelbsenf. Sie lockern mit ihren Wurzeln den Boden auf, reichern ihn mit Stickstoff an und unterdrücken das Unkraut. Nährstoffe im Boden werden gespeichert und nicht über den Winter ausgewaschen.
  • Im Kräutergarten kann man jetzt Kaltkeimer wie Bärlauch aussäen.
  • Mediterrane Kräuter wie Zitronenverbene, Rosmarin, Strauchbasilikum und Lorbeer in Töpfen und Kübeln sollten spätestens jetzt ins Winterquartier und frostfrei, kühl und hell überwintert werden.
  • Winterharte Kräuter wie robuste Sorten von Thymian, Salbei, Bergbohnenkraut und Origanum überstehen kalte Temperaturen unbeschadet, während jüngere Rosmarinpflanzen, Lavendel, Currykraut und Estragon eine Überwinterung an einem geschützen Standort und ggfs. zusätzliche Schutzmaßnahmen bei strengem Frost benötigen.

Obstgarten:

  • Die Erntesaison ist nahezu abgeschlossen, nur ein paar späte Apfel- und Birnensorten tragen noch Früchte.
  • Kern-, Stein- und Beerenobst lassen sich im November idealerweise in die Erde setzen.
  • Beerensträucher wie die Herbsthimbeeren und Heidelbeeren können nun an frostfreien, trockenen Tagen geschnitten werden.
  • Ab dem 1. Oktober können neben Sträuchern auch Bäume kräfig beschnitten werden, da alte und morsche Äste unter ungünstigen Bedingungen leicht abbrechen können.

Sonstiges:

  • Wer einen Teich besitzt muss ihn frei von Laub halten und abgestorbene Pflanzen entfernen.
  • Gartenpumpen und Teichfilter werden abmontiert, gereinigt und frostfrei überwintert.
  • Vor dem ersten Frost müssen Wasserleitungen und Gartenschläuche entleert werden.
  • Werkzeuge und Zubehör sollten gereinigt ins Winterquartier kommen.
  • I.W.